VEREIN
 

Prof. Dr. Werner J. Patzelt ist der neue Vorsitzende des Förderforums
Das Förderforum der Staatsoperette Dresden e.V. hat eine neuen Vorsitzenden: Prof. Dr. Werner J. Patzelt. Zur Mitgliedervollversammlung am 29. Januar 2013 wurde er einstimmig gewählt und löst damit Manfred ten Bosch ab, der seit 2008 als Vorsitzender den Verein leitete. Mit großem und herzlichem Dank wurde ten Bosch für seine verdienstvolle Arbeit verabschiedet. Er setzte sich stets mit unermüdlichem Elan und Einsatz für das Haus und den neuen Standort im Zentrum Dresdens ein.
Prof. Dr. Werner J. Patzelt, der neue Vorsitzende des Förderforums, stellt sich gern seiner neuen Aufgabe: „Musik ist seit je Teil meines Lebens, die Überwindung der misslichen Trennung zwischen E- und U-Musik mir ein wichtiges Anliegen, und die Staatsoperette ist gerade dafür eine wichtige Einrichtung. Außerdem haben mir seit vielen Jahren ihre Aufführungen so viele schöne Stunden bereitet, dass ich mich nun gerne in ihren Dienst stelle – zumal jetzt, da der endlich beschlossene Weg der Staatsoperette ins Stadtzentrum tatkräftig in Politik und Öffentlichkeit zu begleiten ist“. Der 1953 in Passau geborene Patzelt studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Passau, wo er 1984 zum Dr. phil. promoviert wurde. Nach einer sechsjährigen Beschäftigung als wissenschaftlicher Assistent habilitierte er sich 1990. In den folgenden zwei Jahren lehrte er als Gastprofessor an der Universität Salzburg (1990) und an der Technischen Universität Dresden (1991).
Prof. Dr. Werner J. Patzelt ist Gründungsprofessor des Dresdner Instituts für Politikwissenschaft und hat den Lehrstuhl für Politische Systeme und Systemvergleich seit 1991 inne. 1985 erhielt er den Kulturpreis Ostbayern für seine Dissertation über „Ethnomethodologie“, 1995 den Wissenschaftspreis des Deutschen Bundestages für seine Habilitationsschrift „Abgeordnete und Repräsentation“.
Aber Werner J. Patzelt hat auch ein großes Faible für die Musik: Er spielt als Kammermusiker und Solist Violoncello, ist seit über 35 Jahren als Chorleiter tätig und leitet die alljährlichen „Dresdner Chorwochenenden“ und „Schmochtitzer Chorwochen“.

10 JAHRE FÖRDERFORUM

„Es bleibt Fakt, die Operette bleibt für Dresden erhalten, weil eine Kunst- und Kulturstadt wie Dresden ohne sie undenkbar ist.“ Mit diesem Statement erinnerte der Gründungsvorsitzende Michael Grötsch an die Gründung des Fördervereins zum Erhalt der Staatsoperette vor genau 10 Jahren. Dies nahm das Förderforum der Staatsoperette Dresden zum Anlass, am 10. November 2012 sowohl mit den Mitgliedern als auch mit Mitarbeitern und Künstlern des  Ensembles das zehnjährige Bestehen zu feiern. Zum Beginn der Vorstellung „Im weißen Rössl“ gratulierte Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau dem Verein zum erfolgreichem Einsatz für die Staatsoperette. Dabei gab er ein klares Bekenntnis zum Neubau ab, indem er der Hoffnung Ausdruck verlieh, in absehbarer Zeit das Publikum im Kulturkraftwerk Mitte begrüßen zu können. Im Anschluss an die Vorstellung überreichte die stellvertretende Vorsitzende Dr. Marlies Volkmer dem Solohornisten des Orchesters der Staatsoperette Dresden, Martin Brandenburger, den diesjährigen Förderpreis für Nachwuchskünstler. Der junge Musiker, dem die Überraschung ins Gesicht geschrieben stand, bedankte sich für große Ehre, die diesmal einem Künstler zu Teil wurde, der nicht auf der Bühne wirkt. Im Anschluss dankte Marlies Volkmer beim Empfang für die Mitglieder des Förderforums in der Kantine neben den Kollegen im Vorstand des Vereins vor allem auch den Mitarbeitern der Staatsoperette, die mit ihrem Tarifverzicht wesentlich dazu beitrügen, das erklärte Ziel des Förderforums, den Umzug der Staatsoperette in das Zentrum, in absehbarer Zeit Realität werden zu lassen. Intendant Wolfgang Schaller bedankte sich bei Michael Grötsch, nunmehr Wirtschafts- und Kulturbürgermeister in Mannheim,  für die weitsichtige Gründung des Vereins in einer Zeit, als die Existenz der Staatsoperette auf Messers Schneide stand. Er würdigte aber auch die immensen Anstrengungen aller Freunde und Förderer der Staatsoperette für den Umzug ins Zentrum und erinnerte auch an die breite Unterstützung und Sympathie der Dresdner Bevölkerung für „ihre“ Staatsoperette.

Fotograf: Stephan Floß

 

Ein Sprachrohr der Dresdner Bürger


Operette im Zentrum - diese Vision entspricht dem Willen der Dresdner Bürger. Ihr Sprachrohr ist das Förderforum der Staatsoperette Dresden e.V. Die stetig wachsende Gemeinschaft unterstützt im Sinn eines Bürgerschaftlichen Engagements den Umzug. Der Förderverein warb und wirbt in der Öffentlichkeit und bei den Entscheidungsträgern für das Projekt. Er schuf Bekanntheit und gab viele neue Impulse. Er akquiriert Spenden und motiviert Förderer, alles für den Umzug, für ein optimales bauliches Ergebnis, für einen künftigen Spielbetrieb auf höchstem Niveau.