Der Kinderchor unter neuer Leitung

Ob Musical, Operette, Oper, in einem Chor zu singen, auf der Bühne zu stehen, Theater zu spielen – das alles kann man im Kinderchor der Staatsoperette erleben. Dabei zu sein, wie sich ein Stück von der ersten Probe bis zur Premiere entwickelt und somit richtig Theaterluft zu schnuppern ist spannend und eine sehr vielseitige Aufgabe, an der ihr mitwirken könnt.

Mit dem Umzug der Staatsoperette in das neue Theatergebäude findet die Probenarbeit des Kinderchores von nun an in den Räumen der Musical-Werkstatt 'Oh-TÖNE', unweit des neuen Theaterkomplexes Kraftwerk Mitte, statt. Die Musical-Werkstatt übernimmt damit in Kooperation mit der Staatsoperette Dresden seit 1. September 2016 die Betreuung und die Organisation des Kinderchores Die Arbeit des Kinderchores wird durch das Förderforum der Staatsoperette Dresden unterstützt.

Derzeit singen 30 Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 17 Jahren im Kinderchor.

Die Kinder lernen zweimal im Rahmen der Proben die eigene Stimme und mehrstimmiges Singen unter professioneller Anleitung kennen, zusätzlich erhalten sie Stimmbildung in kleinen Gruppen und Tanzunterricht.

Die nächsten Projekte des Kinderchores sind „Orpheus in der Unterwelt“ (Dezember 2016) und „Hänsel und Gretel“ 2017.

Dozenten:

Chorleitung: Karl Hänsel
Stimmbildung: Nico Müller
Tanz: Antje Kaufmann
Gesamtleitung: Cornelia Drese

 

Proben

Stimmbildung (in kleinen Gruppen) - Nico Müller Dienstag 16:00 - 19:30
Tanzen – Antje Kaufmann Dienstag 16:00 - 17:30
Chorprobe / Alle – Karl Hänsel Mittwoch 16:00 - 18:00

Chorwochenende in Liebethal

23 Chorkinder erlebten im Jugendgästehaus Lindenhof in Liebethal ein aufregendes Chorwochenende. Die Kinder konnten sich zweieinhalb Tage lang ganz dem Proben ihres anspruchsvollen Repertoires widmen - und sie durften wie die Profis erleben, dass mehrere Stunden Proben am Tag harte Arbeit sind und Fleiß und Schweiß vor dem Applaus stehen. Bereits am Freitagabend startete nach der Ankunft die erste Probe.

Am Sonnabend ging es nach sportlichen Aufwärmübungen 3 Stunden lang intensiv ans Proben. Nachmittags erkundeten die Chorkinder auf ihrer Wanderung entlang der Wesenitz den Liebethaler Grund. Besonderen Eindruck hinterließ das Richard-Wagner-Denkmal, das größte dieser Art weltweit, auch als eine höchst willkommene Kulisse für ein Gruppenfoto.

Müde aber mit vielen lebendigen Eindrücken kehrten die Kinder in den Lindenhof zurück, wo sie sich vor dem Abendessen nochmals zu einer letzten Probe trafen. Am Sonntagmorgen fand sich dann die Kinder zur Generalprobe in der über 640 Jahre alten wunderschönen Liebethaler Kirche ein, einer der ältesten Kirchen in der Sächsischen Schweiz. Vor dem Abschlusskonzert wurde eine halbe Stunde kräftig eingesungen.

In der fast voll besetzten Kirche konnten dann nachmittags beim Abschlusskonzert die Chorkinder ihr Können zeigen, und das, was man sich gemeinsam an diesem Wochenende erarbeitet und erprobt hat. In dem etwa einstündigen Konzert sangen die Kinder unter Leitung von Katharina Scheliga Lieder aus dem Kindermusical Zirkus furioso und  als kleine Vorschau zum Projekt "fremd sein" mehrere jüdische Lieder.

Natürlich trug man auch mit mehreren Liedern dem Frühling Rechnung,  unter anderem mit einer erstmals aufgeführten Improvisation eines Frühlingstages, bei der sich die jungen Sängerinnen und Sänger gruppenweise über die gesamte Kirche verteilten, bevor das Publikum dann begeistert in den Frühlingskanon „Es tönen die Lieder“ einstimmte.

Viel Beifall erntete Paula Klügel mit Solveigs Wiegenlied von Edvard Grieg. Lang anhaltender Applaus für die Kinder und ihre Leiterin Katharina Scheliga war schließlich der wohl verdiente Lohn für die anstrengende  Probenarbeit an diesem erlebnisreichen Wochenende. Die Kinder bedankten sich dafür mit dem jüdischen Grußlied "Schalom" als Zugabe.

Fotos: Josef Hintermeier

Kinderchor feierte 10-jähriges Bestehen

 Im August 2005 fieberten 25 Kinder ihrer ersten gemeinsamen Chorprobe entgegen. Eines war allen gemeinsam, sie durften keine Angst vor Hexen haben, denn sie sollten als Kinderchor die Neuinszenierung der Märchenoper „Hänsel und Gretel“ bereichern. Das klassische Weihnachts-Familienstück von Engelbert Humperdinck stellt wegen seiner Mehrstimmigkeit und Tonlagen für ungeübte Kinderstimmen eine echte Herausforderung dar. Einige Wochen zuvor hatten sie bereits ihre ersten Hürde auf dem Weg zur jungen Gesangskarriere in Form eines Vorsingens in der Staatsoperette gemeistert.. Neben einer Strophe von „Alle Vögel sind schon da“ mussten die jungen Bewerber auch ein selbstgewähltes Lied vor einer kritischen Jury zum Besten geben.

Nun standen sie also aufgeregt vor Martin Wagner, der die schwierige Aufgabe übernommen hatte, innerhalb von drei Monaten aus den jungen Naturtalenten einen bühnenreifen Kinderchor zu formen, der sowohl den hohen Ansprüchen der Staatsoperette als auch der bekannten 1893 in Weimar uraufgeführten Märchenoper gerecht werden konnte. Und sie begannen bereits am ersten Probentag mit einer einstimmigen Melodie aus „Hänsel und Gretel“: „Schaut, oh schaut das Wunder an, wie die Hexe hexen kann!“ Ob den Kindern damals schon bewusst war, dass sie tatsächlich ein Wunder vollbringen werden? Sollte es ihnen unter der strengen Leitung von Martin Wagner tatsächlich gelingen, bei den beiden Premierenvorstellungen am 2. und 3. Dezember 2005 sowohl das Publikum begeistern als auch die Kritiker überzeugen zu können? Und dem erfahrenen Chorleiter gelang dies tatsächlich – ganz ohne Hexerei, aber mit konsequenter Probenarbeit und eiserner Disziplin. Parallel zu den gemeinsamen Proben formte seine Ehefrau Grit Wagner in der wöchentlichen Stimmbildung die Naturbegabungen der Kinder zu auftrittsreifen Chorstimmen.

Nach der anstrengenden Probenzeit begann nun für die frischgebackenen Chorkinder die aufregende Zeit der Bühnenauftritte. Insgesamt 11 Vorstellungen standen in der Adventszeit auf dem Programm, mit denen die Staatsoperette Alt wie Jung auf Weihnachten einstimmte. Mit „Erlöst, befreit, für alle Zeit“ strahlten die jungen Sänger als erlöste Lebkuchenkinder wahrhaftige Freude über die glückliche Rettung durch die mutige Gretel aus. Erlöst und befreit waren einige der Kinder nun auch vom Lampenfieber bei ihrem ersten Bühnenauftritt. Und wenn das Ensemble gemeinsam mit dem Kinderchor den Schlusschoral „Wenn die Not aufs Höchst steigt, Gott der Herr die Hand uns reicht!“ anstimmte, erzeugten die Kinderstimmen bei Klein und Groß regelmäßig Gänsehaut. Spätestens jetzt war der Grundstein für eine erfolgreiche musikalische Zukunft gelegt - der Kinderchor der Staatsoperette war geboren und sollte zum festen Bestandteil des Ensembles werden.

Seitdem bereichert der erfolgreiche Kinderchor das Programm der Staatsoperette. Im Kindermusical  „Emil und die Detektive“ stand im Folgejahr der noch junge Kinderchor sogar im Mittelpunkt, einige Chorkinder durften ihr mimisches und musikalisches Talent sogar in Solorollen auf der Bühne unter Beweis stellen. Ab sofort klang fröhlich die „Parole Emil“ durch Dresden, beispielsweise im Rahmen eines Auftrittes im Taschenberg-Palais im Rahmen eines bundesweiten Branchen-Kongresses. Vielen Kongressteilnehmern blieben der  erfrischende Auftritt des Kinderchores, vor allem aber die „funkelnden Augen der Kinder beim Singen“ in Erinnerung.

Im August 2006 verließ der Gründer des Kinderchores Martin Wagner mit seiner Familie kurz vor der Premiere von „Emil und die Detektive“ zum großen Bedauern der Kinder die Staatsoperette, um in Magdeburg eine neue Aufgabe zu übernehmen. Seit September 2006 leitet die Gesangspädagogin Katharina Scheliga den Chor. Seit Gründung des Kinderchores ist  „Hänsel und Gretel“  mit dem Kinderchor in bislang sechs Spielzeiten fester Bestandteil des Adventprogramms der Staatsoperette.

In den Spielzeiten 2009/2010 und 2010/2011 folgten weitere Bühnenhöhepunkte für die Kinder. Auch im Erfolgs-Musical Jekyll & Hyde waren die Kinderstimmen gefragt. In der packenden Story um den verhängnisvollen Selbstversuch des Dr. Jekyll, der auf der Suche nach dem Besseren in der Welt das Böse entdeckt, sangen die Kinder als Ministranten das „Reqiem aeternam“ für die bedauernswerten Opfer des Mr. Hyde. In Georges Bizet’s bekannter Opéra comique „Carmen“ durften die Kinder als Chor der Gassenjungen die große Liebesgeschichte unter der glühenden Sonne Spaniens um Liebe, Hass und Eifersucht auf der Bühne mit eröffnen.

Der Kinderchor tritt auch in verschiedenen Konzerten außerhalb der Staatsoperette auf, beispielsweise in der Leubener Kirche oder in verschiedenen Schulen und sozialen Einrichtungen. Auch in der Staatsoperette selbst gestaltete der Kinderchor zusammen mit dem Jugendclub mit „Ein Koffer voller Musik“ ein komplettes Bühnenprogramm. Für diese Auftritte hat der Kinderchor neben den Liedern aus den Bühnenproduktionen ein eigenes Repertoire aus internationalen Folkliedern und Songs aus Oliver von L. Bart.

Auch im Jugendtanzprojekt „Pardon!“ unterstützte der Kinderchor zusammen mit der Band Nash die gemeinsam Arbeit mit Schülern von Gymnasien und Mittelschule. Der Auftritt im Festspielhaus Hellerau wurde auf einer Musik-CD dokumentiert. Ob Musical, Operette, Oper, Folksongs aus aller Welt, in einem Chor zu singen, auf der Bühne zu stehen, Theater zu spielen, das alles erleben die jungen Künstler im Kinderchor der Staatsoperette. Dabei zu sein, wie sich ein Stück von der ersten Probe bis zur Premiere entwickelt und somit richtig Theaterluft zu schnuppern ist spannend und eine vielseitige Herausforderung für die Chorkinder.

Der Kinderchor ist elementarer Bestandteil des Angebotes der Staatsoperette für Kinder und Jugendliche, zu dem auch der Musiktheater-JUgendclub sowie das Jugend- und Kinderballett gehören. In über 200 Aufführungen der Staatsoperette wirkte der Kinderchor bisher mit. Seit 3 Jahren läuft der Kinderchor unter der Federführung des Förderforums. Derzeit singen 30 Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 17 Jahren im Kinderchor. In zwei Proben pro Woche  lernen die Kinder unter professioneller Anleitung die eigene Stimme und mehrstimmiges Singen kennen. Ein regelmäßiges individuelles Training in Form von Stimmbildung garantiert eine gesunde Entwicklung des sensiblen Instruments Stimme der Kinder und Jugendlichen. Für die Kinder, denen der Kinderchor der Staatsoperette den Schritt in die Welt der professionellen Musik ermöglicht, sind das Singen auf der Bühne und der Applaus des Publikums bei jedem Auftritt aufs Neue ein unvergessliches Erlebnis. Haben sie hier doch die einmalige Möglichkeit, sozusagen als Lohn für die umfangreichen Proben im Rahmen professioneller Aufführungen regelmäßig vor einem anspruchsvollen Publikum ihr Können und ihre Freude an der Musik zeigen zu können.

 

Anlässlich des Tags der offenen Tür am 6. September 2014  stellte der Kinderchor mit einer gelungenen Aufführung von „Zirkus Furioso“ sein Können eindrucksvoll unter Beweis. „Zirkus Furioso“, das den Kindern musikalisch viel abverlangt,  wird im September dieses Jahres auch zum 10-jährigen Jubiläum des Kinderchores wieder zu sehen sei

Junge Sänger gesucht!

Der Kinderchor der Staatsoperette sucht Mädchen und Jungen, die Lust zum Singen und Theaterspielen haben. Meldet Euch bitte in der Musical-Werkstatt OH-TÖNE!

Alter: 7 bis 10 Jahre -
keine Vorkenntnisse notwendig

Nächster Casting Termin:        
Samstag 28.1.2017
11:00 - 15:00 Uhr

im Stilhaus, Bremerstraße 65,
01067 Dresden-Friedrichstadt

Anmeldung bis zum 25.1. unter: info@oh-toene.de

Musical-Werkstatt OH-TÖNE
z..Hdn.Cornelia Drese
Bremer Straße 65,
01067 Dresden

Tel. 01520 - 901 40 52

E-Mail: info@oh-toene.de

www.oh-toene.de